Am 4. Oktober 2017 starteten 26 aufgeregte Schülerinnen und Schüler aus den WPUs 8-10 mit ihren Französischlehrerinnen nach La Couronne, Frankreich. Die Fahrt dauerte 24 Stunden und alle sahen ziemlich zerknautscht und müde aus, als der Bus am folgenden Tag um 16:30 Uhr vor dem Collège de La Couronne eintraf. Die Austauschpartner waren schnell gefunden, schließlich hatten die meisten schon vor der Fahrt per What's App, Twitter oder Instagram Kontakt zueinander aufgenommen. Nach einer kurzen Verschnaufpause in der Mensa fuhren alle mit ihren Gastfamilien nach Hause - zum näheren Kennenlernen, Essen und vor allem zum Schlafen.

Am nächsten Tag starteten Deutsche und Franzosen gemeinsam zum ersten großen Ausflug nach Poitiers ins Futuroscope. Dieser Freizeitpark ist einzigartig und alle waren hoch erfreut, als wir nach einem kleinen Bus-Defekt noch ein wenig länger als geplant dort bleiben durften.

Das Wochenende stand zur freien Verfügung und die meisten Familien nutzen die Gelegenheit für Ausflüge in die Umgebung und andere Freizeitaktivitäten. Viele Franzosen trafen sich z.B. mit ihren Freunden und den jeweiligen Austauschpartnern zum Eislaufen, Bowlen und Shoppen.

Am Montag stand wieder ein Ausflug an, diesmal fuhren die Deutschen an die Atlantikküste nach Marennes. Gemäß dem Projektthema das Austauschs - Berufe in der Region - informierten wir uns in der Austernfarm "Cité des huitres" über den Beruf des Austernfischers. Nach der Theorie kam die Praxis: Wer Lust hatte, durfte selbst Austern öffnen und wer mutig war, konnte probieren. "Sehr gewöhnungsbedürftig!", fanden die meisten. Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Zwischenstopp in dem Küstenort Royan, wo die meisten in eine Boulangerie stürmten, sich mit Schoko-Croissants versorgten und das schöne Wetter genossen.

Am darauffolgenden Tag blieben wir in der Umgebung von La Couronne. Vormittags stand die Chocolaterie Létuffe auf dem Programm: Wie echte Chocolatiers lernten wir, Pralinen selbst herzustellen und zu dekorieren. Nachmittags fuhren wir mit dem Bus nach Angoulême in das Comic-Museum Musée de la BD. Denn Angoulême ist DIE Stadt des Comics, dort findet jedes Jahr das internationale Comic-Festival statt, die wichtigste Comic-Messe ins ganz Europa. Wir hatten das Glück, das Archiv besichtigen zu dürfen, in dem derzeit 80.000 Comicalben aufbewahrt werden. Außerdem bekamen wir einen Crash-Kurs im Comiczeichnen und jeder durfte einen eigenen Streifen entwerfen.

Am Mittwoch, unserem vorletzten Tag in Frankreich, besuchten wir vormittags die Biscuiterie Lolmède, erfuhren etwas über den Beruf des Keksbäckers und durften ausßerdem leckere Macarons und Madeleines probieren. Anschließend trafen sich alle mit ihren französischen Austauschpartnern, die am Mittwochnachmittag schulfrei haben. Viele nutzten die Zeit für Ausflüge in die Stadt, für Sport oder für umfangreiche Einkäufe (Souvenirs, Essen und Getränke für die Rückfahrt).

Der Donnerstagvormittag war reserviert für die Arbeit an unserem Projekt: Die vielen Informationen über Berufe in der Region mussten schließlich noch sortiert und zu Papier gebracht werden. Die tollen Ergebnisse können auf dieser Seite bestaunt werden.

Nach der Projektarbeit wurden die Koffer aus dem Abstellraum geholt und die französischen Austauschpartner brachten uns zum Bus. Auch dieses Mal gab es Tränen, einige Franzosen veranstalteten sogar eine Sitzblockade vor dem Bus, damit wir noch ein bisschen länger bleiben. Ein kleiner Trost ist wenigstens, dass wir uns bald wiedersehen: Vom 15.-12. März 2018 kommen die Austauschpartner zu uns nach Itzehoe. Vive l'échange!!!

 

Das sagen die Schüler über den Frankreich-Austausch:

"Wir haben viel unternommen und waren eine coole Truppe."

"Am besten fand ich die Freundschaft zu den Franzosen, die sich während des Austauschs entwickelt hat."

"Frankreich war toll, weil wir neue Leute kennen gelernt haben, die Sprache besser lernen konnten und wir viel Spaß zusammen hatten. Ebenfalls fand ich die Gastfamilie sehr nett."

"Wir haben beim Frankreich-Austausch mehr Kontakt mit Leuten bekommen, mit denen wir sonst nicht so viel zu tun hatten."

"Wir haben viele tolle Sachen unternommen."

"Der Besuch in Frankreich war toll, weil ich mich gut mit meiner Austauschpartnerin verstanden habe und es viel Spaß gemacht hat."

"Der Austausch war toll, weil wir viele Ausflüge gemacht haben, am Wochenende in den Familien waren und den Alltag besser kennen lernen konnten."

"Wir hatten viel Freizeit, die Ausflüge waren toll und die Franzosen waren nett."

"Wir haben nette Leute kennen gelernt und konnten die Sprache auch praktisch gebrauchen."

"Der Besuch in Frankreich war toll, weil wir die Franzosen besser kennen lernen konnten."

"Wir konnten unsere Sprachkenntnisse verbessern."

"Ich habe mich in meiner Familie sehr wohl gefühlt und wir haben uns super verstanden."

"Frankreich war toll, weil ich viel gesehen habe, mich mit meiner Familie toll verstanden habe und es eine neue Erfahrung war."

 

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